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CO2-Zylinder-Hellseherei

Es klingelte an der Lagertür. Ein Kunde hatte den Knopf der Serviceklingel betätigt und da er einen (mutmaßlich) leeren CO2-Zylinder in der Hand hielt, wollte er diesen vermutlich gegen einen vollen austauschen.

Ein Kollege war gerade in der Pause und die beiden andern anwesenden Mitarbeiter an der Kasse beschäftigt. Also sprang ich beim Ertönen der Klingel auf und ging selber hin. Dass der Kunde da an der Tür mit einem Sodastream-Zylinder stand hatte ich auf dem Monitor der Videoanlage gesehen und so schnappte ich mir auf dem Weg nach vorne einen vollen Zylinder und hielt diesen schließlich dem Kunden fröhlich grinsend entgegen.

Dieser guckte etwas überrascht: "Haben Sie das gewusst?!?"

"Ach, nach dreißig Jahren in dem Job entwickelt man eine spezielle Mischung aus Intuition und hellseherischen Fähigkeiten, da hört man quasi schon am Klingeln, was jemand von einem will."

"Wow, echt kaum zu glauben", konstatierte der Kunde.

Ich grinste ihn an und zeigte nach oben in die Ecke über unserem Leergutautomaten: "... und dann ist da oben noch eine Kamera, die ganz ohne Magie mitgeholfen hat."

Es ist immer schön, Leute zum Lachen zu bringen. Das macht das Leben und auch den Arbeitsalltag doch sehr viel angenehmer.

TriTop, die bunte Unbekannte?

TriTop ist so eine Kindheitserinnerung. Mitte der 80er habe ich bewusst zum ersten Mal mit dem Sirup, den es damals noch in Glasflaschen gab, zu tun gehabt. Die Marke gibt es grundsätzlich immer noch, hat aber mit dem Original von damals außer dem Namen und der ungefähren Flaschenform nicht mehr viel gemeinsam.

Ein paar meiner Mitarbeiter, einige sogar um die dreißig Jahre alt, kannten "TriTop" überhaupt nicht: "Nie gehört, was ist das?" Vielleicht sollte das zukünftig meine Benchmark sein, um historische Produkte ins Sortiment aufzunehmen (oder eben auch nicht) – und nicht meine eigenen sentimentalen Empfindungen.

Aber immerhin haben wir inzwischen schon ein paar Flaschen von dem Aufsteller verkauft. Mal gucken, wie sich das noch entwickelt …


Der Name "Kalte Muschi"

Es ist schon knapp 15 Jahre her, dass wir das Produkt "Kalte Muschi" im Angebot hatten. Ob es GENAU DIESES Produkt noch gibt, weiß ich nicht. Die Website ist nicht erreichbar und in einigen Onlineshops, in denen man diesen Artikel finden kann, ist er derzeit nicht lieferbar.

Auf jeden Fall hatten wir mal "kalte Muschi" im Sortiment und ich hatte das immer für einen auffälligen Produktnamen mit unverblümt provozierendem Unterton gehalten.

Es hat 15 Jahre gedauert, um zu erfahren, was es mit dem Namen auf sich hat:

Rotwein mit Cola ist ein Spanien seit Jahrzehnten schon das heimliche Nationalgetränk. Der Begriff Calimocho (vom baskischen Kalimotxo) ist ein Cocktail aus Rotwein und kohlensäurehaltigem Cola-Erfrischungsgetränk. "Traditionell" soll dazu die originale Coca-Cola verwendet worden sein. Die Mischung ist in verschiedenen Regionen Spaniens (und auch Lateinamerikas) sehr beliebt. (Vermutlich parallel zu Tinto de verano – Zitronenlimonade mit Rotwein)

Der Begriff Kalimotxo wird auf Deutsch ungefähr "Kalimotscho" ausgesprochen – und daraus hat sich hierzulande irgendwann die deutlich eingängigere Verballhornung "Kalte Muschi" (oder auch "Kahle Muschi") entwickelt haben. Das war's schon. Mehr muss man zur Entstehung des Namens nicht sagen.

Fand ich interessant. Schön, dass man immer wieder Neues lernt.

Fünfzehn Jahre lang dachte ich, wir hätten damals einfach bloß ein Getränk mit einem möglichst pubertären Namen verkauft, über den junge wie alte Kunden immer wieder amüsiert gelacht oder sich auch peinlich berührt abgewandt haben. Dabei war diese temporäre Sortimentsbereicherung neben den Bionade-Kisten an der Tiefkühltruhe womöglich noch Bildungsarbeit mit baskischem Migrationshintergrund … :-)

SPAR-Markt in Reykjavik / Island (Island!!!)

Es ist wohl vollbracht: Offenbar gibt es jetzt tatsächlich (mindestens) einen SPAR-Markt auf Island. In der Hverfisgata gibt es nun tatsächlich einen SPAR auf der Insel. Ist es der erste? Bleibt er der einzige? Wir werden auf jeden Fall dran bleiben!

Bei Google Street View sieht man noch, dass da zuvor ein "EXTRA"-Supermarkt heimisch war.

Da der Markt in unmittelbarer Nähe zur Hauptstraße vom Hafen / Kreuzfahrtterminal zur Innenstand von Reykjavik liegt, dachte ich, dass Einsenderin und Blogleserin Kathrin mit dem Schiff dort gewesen ist und sie zu Fuß beim Landgang dort vorbeigekommen waren. Aber, nein, sie hatten Island mit dem Wohnmobil erkundet und waren dabei zufällig auf diesen SPAR gestoßen.

Auf jeden Fall ganz vielen Dank für die Zusendung des Bildes. :-)

Für die große Ansicht auf das Bild klicken!

KI-Spaß mit Gregor und Björn (57)

Nach sportlichen Höchstleistungen tut ein isotonisches Getränk in Form eines alkoholfreien Bieres dem Körper gut. Das Bier auf dem Bild ist ganz sicherlich nicht alkoholfrei und die einzige Höchstleistung leistet wohl das Laufband.

Bild mit Gemini erzeugt von Chameleon-Man Gregor. :-)


Abholbereite Frosty Pockets

Das ist dann wohl die letzte Erwähnung von Frosty Pocket hier im Blog: Die noch vorhandenen Mengen haben wir über den Warenrückruf der Edeka übermittelt und die restliche Ware steht hier in Bananenkartons mit "gesperrt"-Vermerk versehen und wartet nun darauf, vom Außendienst der Agentur abgeholt zu werden.

124 Tütchen sind es noch, 56 von den ursprünglich 180 haben wir also verkauft. Ach, nee, stimmt gar nicht. 54 haben wir verkauft, die beiden anderen in der Rechnung haben sich Ines und unser Nachwuchs einverleibt. Das ist jetzt kein Beinbruch gewesen, zu viel Glycerin kann zu Kopfschmerzen, Übelkeit oder auch Durchfall führen, verursacht aber keine dauerhaften Schäden, da der Stoff als unbedenklich gilt, weder krebserregend noch erbgutschädigend ist und vom Körper vollständig abgebaut wird.

Es kann eben nur bei zu hoher Dosierung zu den erwähnten, durchaus unangenehmen Nebenwirkungen kommen, was nun auch der Grund für den Rückruf war.


"Beim SPAR"

Ich stand gerade in er Gemüseabteilung, als ein Kunde mit Handy am Ohr den Laden betrat. Er beendete das Gespräch mit den Worten "du, ich ruf' dich nachher wieder an, ich bin gerade beim SPAR rein."

"Beim SPAR!

"Beim SPAR!!!

Nach acht Jahren ohne die Tanne über der Tür. :-)

3D-gedrucktes Lehnenprobestück aus PLA

Am Wochenende hatte ich die 3D-Datei für die Armlehne mal an unseren Drucker geschickt. Da ich das TPU-Filament noch nicht hatte, habe ich zunächst einfach mal ein Stück mit klassischem PLA gedruckt. Nicht das ganze Teil, ich wollte nicht so viel Material vergeuden, aber zumindest mal ein paar Zentimeter, um die Wirkung der Oberfläche beurteilen zu können und um zu testen, ob das Rohr vom Stuhl auch in das Sackloch im Werkstück passt.

1. Das Sackloch passt.

2. Von den kleinen, halbkugelförmigen Löchern habe ich etwas mehr als im Original eingebaut. Macht aber nichts. (In der CAD-Software ist ein Winkel von 22,5 Grad eine einfache, vorgegebene Einstellung für Rotationskörper. Dadurch sind es 16 statt 10 Lochreihen geworden. Könnte ich jetzt mit 36 Grad wiederholen, ist aber auch egal.)

3. Ich habe den Durchmesser am vorderen Ende der Lehne etwas kleiner als im Original gestaltet. Ich denke, dass das in der Praxis nicht stören wird. "Mal eben" vergrößern ist leider nicht drin, da ich dafür die kompletten kleinen Vertiefungen neu platzieren müsste. Was vom Aufwand einem kompletten Neubau des Projekts gleich käme. Ich lasse es jetzt so und werde das nur neu machen, wenn die Lehne in der Praxis unbenutzbar sein sollte. Was ich nach dem derzeitigen Stand der Dinge jedoch nicht annehme.


aus Post-Consumer-Abfällen

Auf einer Flasche Orangensaft aus dem Kühlregal unserer Discount-Eigenmarke war mir dieser Text auf dem Rückenetikett aufgefallen:



Ich stutzte über die Formulierung "aus Post-Consumer-Abfällen". Dass der Trend zu immer mehr Flaschen aus Recyclingkunststoff geht, auf vielen Getränkeflaschen wird dies ausdrücklich erwähnt, haben sicherlich schon einige von euch mitbekommen. Aber den Hinweis "aus Post-Consumer-Abfällen" hatte ich bis dato noch nie gehört. Was ist das, was bedeutet das?

Grundsätzlich sagt es der Name ja schon: Nach-Verbraucher-Abfälle. Weil da jetzt vermutlich immer noch einige ein Fragezeichen im Kopf haben dürften, möchte ich es kurz ausführen:

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Abfällen: Die Pre- und die Post-Consumer-Abfälle. Die "Pre-Consumer-Abfälle" entstehen bei der Produktion. Fallen also als überschüssiges Material in Fabriken bei der Produktion an und sind quasi "Neuware", die nur nicht mehr in der Form zu gebrauchen ist. (z.B. Stanzgitter/Stanzabfall, Endstücke etc.)

Die "Post-Consumer-Abfälle" waren schon einmal als fertiges Produkt im Umlauf. Dabei handelt es sich also beispielsweise um das, was wir aus unserem Leergutautomaten mehrmals täglich in den großen Container schütten. Dieses Material hat also seinen eigentlichen Job schon wenigstens einmal erledigt. (Äquivalent zu Altpapier, Altglas, Altmetall …)

Ich weiß nicht, ob der Hinweis vorgeschrieben ist und andere Getränkeproduzenten ihre Produkte in Flaschen aus Pre-Consumer-Abfällen abfüllen, aber ich finde es gut. Es wird noch viel zu wenig recycelt, aber das ist so doch ein guter Weg!

Andere Länder, andere Läden – 012

Während hierzulande die losen Backwaren hinter Scheiben und in Kästen angeboten werden und ausdrücklich nur mit einer Zange berührt werden dürfen, ist das in anderen Ländern offenbar weniger streng reglementiert. In anderen Ländern haben die Menschen dort aber auch mehr Anstand und benehmen sich und grabbeln nicht alles an, was dort zum Verkauf angeboten wird.

Aber guckt euch das an! Offene Backwaren ohne Klappe oder Spuckschutz. Ich höre den Kontrolleur vom Veterinäramt schon beim Gedanken an diese Bilder vor völligem Entsetzen ganz tief und langsam durch die zusammengepressten Zähne einatmen. ;-)




Eddieday (34)

Im Zimmer unseres Nachwuchs stand ein deckenhohes Klettergerüst. Das hat natürlich auch unsere Katze getriggert, die immer, immer, immer hoch, höher, am höchsten hinaus wollte.

Das Herunterkommen war dann meistens weniger elegant und und sehr geräuschvoll (davon habe ich bestimmt noch irgendwo ein Video herumliegen), aber oft genug habe ich Eddie gerettet, indem ich mich neben das Gerüst gestellt und ihn auf meine Schultern habe klettern lassen. :-)


Selbststreiterei

Gedanken schießen einem bekanntlich in Sekundenbruchteilen durch den Kopf. Wie aus dem Nichts stritten plötzlich zwei oder mehrere Kunden oder Kundinnen so im Laden oder vielleicht auch vor der Leergutannahme, dass die Geräuschkulisse laut bis in mein Büro zu vernehmen war.

Panisch schreckte ich auf: Was ist da los? Prügeln sich da welche? Sollte ich oder überhaupt jemand aus dem Team eingreifen? Sofort die Polizei rufen? Und wenn die direkt handgreiflich werden oder vielleicht sogar Waffen dabei haben? Shit!

Da ich hier an oberster Stelle stehe und mich am wenigsten vor Problemen drücken sollte, ging ich pflichtbewusst und zügig in Richtung Laden.

Dort traf ich sage und schreibe eine Kundin an. Eine uns bekannte Frau um die 60, deren genaues Problem sich uns nicht erschließt, die aber schon durch so manches seltsames Verhalten hier auffällig geworden ist. Eine Kollegin tippt auf massive psychische Probleme, vielleicht Schizophrenie. Ich habe keine Ahnung, ich bin kein Psychiater.

Um zu sehen, was da vorher passiert war und ob sich der mutmaßliche Mob tatsächlich so schnell aufgelöst hatte, guckte ich mir die Videoaufzeichnung der vergangenen Minuten an.

Erkenntnis: Kein Mob, keine anderen Leute, kein Streit. Die Frau hat einfach nur mit sich selbst gestritten und dabei alles gegeben …

Gut gemeint, aber …

Wir versuchen bei uns ja immer irgendwie zu vermeiden, dass Lebensmittel im Müll landen. Auch mal länger abgelaufene Produkte "verschenken" wir oft genug für einen symbolischen Preis von 5 oder 10 Cent.

Manchmal sind die Sachen einfach nicht mehr zu retten, da ist sowas dann zwar gut gemeint, aber Möhren in diesem Zustand möchte ich hier einfach gar nicht mehr anbieten.

Wie seht ihr das?

Wohin zuerst?

Manchmal fängt die Urlaubsplanung (Kreuzfahrtplanung) ja nicht mit einem bestimmten Schiff, einem konkreten Termin oder gar einer bestimmten Reederei an. Manchmal fängt sie schlicht mit einem Gedanken an: Ich will weg – aber wohin eigentlich? Welche Gegend wollte ich schon immer mal sehen?

Genau dafür haben wir auf unserer Website unsere Kreuzfahrten inzwischen auch nach den sechs wichtigsten Fahrtgebieten sortiert. Sechs Regionen stehen dort für euch zur Auswahl: Mittelmeer, Nordeuropa, Karibik, Nordamerika, Asien und Südamerika.

Und die könnten unterschiedlicher kaum sein.

Lieber durch die Fjorde Norwegens (mein persönlicher Favorit!), wo hinter jeder Kurve schon wieder die nächste spektakuläre Landschaft wartet? Oder Mittelmeer, mit Sonne, alten Städten und der beruhigenden Gewissheit, dass bei jedem Landgang irgendwo eine Eisdiele in Reichweite ist? Vielleicht doch Palmen und türkisfarbenes Wasser in der Karibik? Oder gleich etwas weiter hinaus: Nordamerika, Südamerika oder Asien?

Natürlich überschneiden sich manche Reisen und Regionen, und die Welt lässt sich zum Glück nicht immer ganz sauber in sechs Kästchen sortieren. Aber als Ausgangspunkt für die Suche funktioniert es erstaunlich gut.

Wer also weiß, wann er verreisen möchte, kann nach Terminen suchen. Wer schon ein Lieblingsschiff hat, sucht danach. Und wer vor allem weiß, wohin es ihn zieht, kann sich bei uns einfach durch die Regionen klicken.

Bleibt eigentlich nur noch die schwierigste Frage der gesamten Urlaubsplanung: Wohin zuerst? :-)

(Erwähnte ich, dass ich Norwegen-Fan bin?)